36 Stunden Harz – Der Reise vierter Teil

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„Wat is en Dampfmaschin´?
Da stelle mer uns mal janz dumm un´ sagen: En Dampfmaschin´, dat is ene jrooße, runde, schwarze Raum. Un´ der jrooße, runde, schwarze Raum, der hat zwei Löcher.
Dat eine Loch, da kömmt der Dampf ´erein und dat andere Loch, dat krieje mer später.“

Paul Henckels als Gymnasialprofessor Bömmel in „Die Feuerzangenbowle“, Terra-Film 1944

.

„Dat is en Dampfmaschin´!“

Athanasius C. Frost am Bahnhof Wernigerode, Harzexpedition April 2009

Ihr armen Kinder des 21. Jahrhunderts! Wie könnte man euch klimageregelten Automobilisten das Reisen unter Dampf vermitteln? – Ich weiß es nicht.

Kennt ihr noch den Geruch von Anthrazitkohlenrauch? Die feuchte, ölstinkende Hitze der unverhüllten Lokomotivenmaschinerie? Ihren erstaunlichen Lärm und das plötzliche Beschleunigen der Zylinder, wenn sie schleudert? Habt ihr euch je durch dichten Qualm und Dampf zum Waggon durchtasten müssen? Oder den Waggon über eine offene Brücke gewechselt, während der Fahrtwind euch mit Ruß und kleinen Kohlensprenkeln überschüttete? Sind euch 40 Stundenkilometer einmal schnell erschienen? Habt ihr schon einmal das heisere Geheul der Dampfpfeife durch die Landschaft hallen gehört?

Nein?

So reist man unter Dampf.

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Netzverbindungen:

– auf „articles“ gehen und „Harzer Schmalspurbahnen Sind Die Besten“ auswählen
– der Lokschuppen der HSB
– Wat is en Dampflok?
– Un wat dät die em Harz?

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Deutschlandreise

2 Antworten zu “36 Stunden Harz – Der Reise vierter Teil

  1. maidlyn

    Empirische Studien an einer Vielzahl sabbernder männlicher Bahnhofsbesucher haben mal wieder bewiesen, was ich eigentlich schon immer wusste: Rote Unterwäsche ist hocherotisch. Auch bei Omas.

  2. Gymnasialprofessor Bömmel

    Herrlich! Hab ’ne Gänsehaut und wische mir gerade Freudentränen ab – ist das noch ein Brösel Anthrazitkohle in den Augenlidern? Tja, behaltet Eure Eindrücke gut – wer weiß wie lange es so etwas Gutes noch gibt? Schön, dass Ihr fast genauso begreift, staunt, fühlt, seht, riecht und schmeckt. Das war ein fantastisches Wochenende, von dem wir unseren Kindern noch lange erzählen können. „Im Umgang mit Superlativen ist Vorsicht geboten, sie nutzen sich leicht ab. Aber heute Abend darf man einen riskieren…!“(Hanns J. Friedrichs)

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