The Monarchist strikes again!

Neulich in der Wikipedia (hier):

„(…)Vereinzelt wird Kritik an der Anzahl der Wahltermine in Deutschland und der Dauer der Wahlperioden laut, da der Bundesrat in einem hohen Maß auch an der Gestaltung der Bundespolitik beteiligt ist. Häufige Wahlen führen in den Augen der Kritiker zu einem „Dauerwahlkampf“, der die Politik lahmlege. Als Lösung wurde häufig gefordert, die Wahlperioden zu verlängern. Inzwischen gibt es in allen Flächenländern und dem Stadtstaat Berlin eine fünfjährige Wahlperiode.(…)“

Für die Unaufmerksamen noch mal in Zeitlupe:

„Häufige Wahlen führen in den Augen der Kritiker zu einem „Dauerwahlkampf“, der die Politik lahmlege.“

Stimmt schon. Ohne uns lästiges Stimmvieh ließe es sich doch viel besser regieren! Warum nicht im nächsten Schritt konsequent weiterdenken? Ein Wahltermin pro Generation (also einmal in 25 Jahren) wäre in Sachen stabiler Regierungsarbeit doch ein ungeheuerer Fortschritt! Und auch die Wahlbeteiligung stiege aufgrund des Seltenheitswertes der Gelegenheit in ungeahnte Höhen!
Gut – Königin Angela I. und ihr Hofnarr Guido sind vielleicht nicht der eleganteste Wiedereinstieg in die Monarchie – aber wenigstens sehen die beiden in Pickelhaube und Schnurrbart nicht bedrohlich aus.

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9 Kommentare

Eingeordnet unter Zungenschlag

9 Antworten zu “The Monarchist strikes again!

  1. Nestor

    Mich würde da mal interessieren, was passieren würde, wenn eine Partei den Wahlkampf „ignorieren“ würde.
    Was dann die Presse/das Kabarett schreiben/sagen würde, und wie die Bürger wohl dann reagieren würden…

  2. Athanasius Frost

    Ignorieren sie den Wahlkampf nicht schon alle? Ich meine Plakate wie „Peter Biesenbach – Stimme für Oberberg“ oder „A, B, CDU – und raus bist du“ oder „Herzlich – so ist mein NRW“… das ist nun wirklich nicht mehr als Straßendekoration mit dem ästhetischen Wert einer Glühbirnenkette am Tage.

  3. Max Milchmuckl

    „Lästiges Stimmvieh“? Das verdummte Fußvolk ist es nicht wert, wählen zu gehen! Aber „Voten“ gehen sie alle? Wenn man Ihnen sogar „Glück“ und „Freu(n)de“ verspricht, kaufen sie es einem ab, welch Gipfel der Dummheit! Und in Wirklichkeit ist es eines der stärksten Reinigungs-Säurechemikalien, geschwärzt, gesüßt: Voilà: Coca Cola, gezuckerte Phosphorsäure! Welch „Glück“ und „Freude“? Wer’s glaubt wird seelig, aber sollte nicht wählen, pardon – „Voten“ gehen, meine ich. Und die sechs Jugendlichen, die Fr. 16.04. Ihr „Glück“ und „Freude“ 1:1 mit Doppelkorn mischen und anschließend zu sechst mit überhöhter Geschwindigkeit – nicht angeschnallt – in Kirchweyhe Ihre Körper und Autos zerfetzen und vor einer guten deutschen Kaisereiche zum stehen oder besser zum sterben kommen, genau denen sollte das wahlrecht vorenthalten werden, ob Himmel oder Hölle! 4 sind jetzt tot – sie sind nicht mal 17 Mal um die Sonne gekreist, …. aber STOP: „Der Mensch soll nicht richten (wählen?), sondern Gott!“und die Isländischen Polizisten,
    Zitat: „Wir lassen niemanden durch, – nur die Farmer und den Milchlaster!“ – Das gefällt mir. Das sind die „Guten Wähler“ Und wie wählte man früher? Z. B. Mozart? Gar nicht! Wenn Ihm eine Wahl nicht gefiel lässt er laut in der vollen Oper protestieren:
    „Ha, wie will ich triumphieren,
    Wenn sie euch zum Richtplatz führen
    Und die Hälse schnüren zu!
    Hüpfen will ich, lachen, springen
    Und ein Freudenliedchen singen,
    Denn nun hab‘ ich vor euch Ruh.“ (Entführung aus dem Serail)
    À poropos Hüpfen: Soll ich den schwulen vorsitzenden Patron des Kölner CSD (Christopher Street Day) wählen? Der die ganze Nation mit seinen unfreundlichen, arroganten, rücksichtslosen Englischkenntnissen zur Schande macht? Auf dem Kaiserhof in Wien wurde nebst 4 Fremdsprachen sogar Französisch gesprochen, weil es „chick“ war!!! Her mit einer klaren, einheitlichen, zielgerichteten Monarchie, die Hr. ellewretseW zum Richtplatz führt, dann werd ich hüpfen, lachen springen, Schpätzelein – weiße Bescheid?! Ich wähle Island, und zwar einmal in 120 Jahren schwarz. Schwarz, Konservativ und wenn, dann richtig und ohne Wahl-Werbung, dann steht halb Europa still! Eine Monarchie wie Island, rumbumm und ruhe. Keine Wahl, welcher Vulkan oder welch Partei jetzt wieder einen Ramsauischen Ausbruch plant, sondern: „Eyjafjallajökull“ – Eine unaussprechlich Mächtige Monarchie über ganz Europa! Jetzt auch zum Podcasten, twittern, voten, downloaden, appeln, blackberryen, … oh Mann, ich muß weg hier!

  4. Athanasius Frost

    Lieber Max,
    ich denke, der erste und beste Außenguido, den dieses Land je hatte, müsste deutlich stärkeren Tobak kauen können, als du ihm kredenzt hast. Aber keine Sorge – Wenn der Erfassungsschutz fragen sollte, sage ich dir Bescheid. Dann könnt ihr euch ganz zwanglos alle beim CSD-Kostümworkshop oder vielleicht sogar bei einem VHS-Englischkurs treffen und über den Unterschied zwischen Satire und Terrorismus unterhalten – wenn es den dann noch gibt.

  5. „[…] das ist nun wirklich nicht mehr als Straßendekoration mit dem ästhetischen Wert einer Glühbirnenkette am Tage.“

    Wobei die Glühbirnenkette im Gegensatz zur Regierung wahrscheinlich über wenigstens eine funktionstüchtige Leuchte verfügt.

  6. Dracona

    Ich bin gerade über deinen Blog gestolpert und muss sagen, dass er mich sehr amüsiert. Wurde gleich in den google reader aufgenommen und ich werde sicherlich öfter hier vorbeischauen.

    Vielleicht liest man sich ja mal wieder!

    Liebe Grüße
    Dracona

  7. Athanasius Frost

    Die Dracona…
    freut mich, dass du hergefunden hast!
    Da muss der Opa (oder ist das jetzt schon Ex-Opa? Oder Friedhofsabgänger?) wohl wieder öfter was tippen…

  8. Milchmuckl

    À Propos Politik: „Juchtenkäfer stoppt Stuttgart 21!“ Welch phantastische Überschrift – Und: „Stellt Euch vor morgen wäre Wahl und wir würden hingehen!“ Warum kann ein Milchmuckl den Hörrn Lästerwälle nicht stoppen?

  9. Athanasius Frost

    Tröste dich: Nicht einmal die Bevölkerung einer ganzen Stadt kann ihre gewählten Vertreter aufhalten.
    An Stuttgart 21 zeigt sich wieder einmal deutlich, was Demokratie für Durchschnittsdeutsche ist – eine regelmäßige Prüfung, bei der man rechtig wählen muss.

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